Landungsboot "Mannheim"

Grundlage

Das von den Alliierten übernommene „Alt-Gerät“ wurde nach und nach durch Neubauten der Bundeswehr ersetzt. Die „Y-Sicherungsboote“ und die „Oberwinter-Landungsboote“ waren schon zum April 1966 außer Dienst gestellt, die alten „Mannheim-Boote“ der Typen 1951 bis 1952 wurden bis Mitte der siebziger Jahre ausgesondert. Ebenso wurden die Sicherungsboote „Classe 33“ aus der Truppe genommen, bis auf zwei Exemplare, die den beiden Pionierregimentern des Territorialbereiches Süd und Nord zur besonderen Verwendung zugestanden wurden.

Dem Zahn der Zeit vermochten auch die Sicherungsboote „Classe 21“, die einst für die französische Marine gebaut wurden, nicht zu widerstehen. 

Einsatz

Ein Pionier-Landungsboot Typ „Mannheim“, stellte die taktische Teileinheit einer „Übersetzgruppe“ dar. Drei dieser Übersetz-gruppen bildeten gemeinsam mit je einer Führungsteileinheit „ Zugtrupp “ den Flusspionierzug. In der Regel wurde der Flusspionierzug, an einer Ersatzübergangsstelle  eingesetzt. Ein solcher Flusspionierzug, in breitem Gewässer (z.B. Rhein) eingesetzt, konnte in einer Stunde 24Lastkraftwagen (7-Tonnen) oder 12 Kampfpanzer übersetzen.

Beschreibung

Bauwerft Schiff- und Maschinenbau AG Mannheim
Bauzeitraum 1959 - 1962
Baumenge 23
Länge 36,46 m
Breite 7,62 m
Tiefgang, ungeladen 0,68 m
Tiefgang, beladen 1,05 m
Antriebsmotoren MWM 318 kw / 432 PS
Gewicht 140 t
Geschwindigkeit 17 Km
Tragfähigkeit MLC 120 (ca. 90 t),Ausnahmelast 135 t
Bewaffnung 2 x 2 MG 3 auf Zwillingssockellafette

Bauart

Das Landungsboot war ein prahmartig gebautes Fahrzeug mit 4 wasserdichten Quer-, im Bereich des Vorschiffe 2 Querschotten und 5 Längsschotten. Somit gaben 15 wasserdichte Abteilungen der Flussfähre bei Leckwerden eine gute Schwimmfähigkeit.

Außenhaut, Deck und Schotten aus bis zu 10 mm Stahlblech sowie kräftigen Stahlprofilen für Bodenwrangen, Spanten, Schotten, Fundamente, Deckbalken und Rampe gewährleisteten Robustheit und lange Lebensdauer trotz härtester Belastung.

 

Besatzung

1 Feldwebel                Bootskommandantenfeldwebel und Gruppenführer

1 Feldwebel oder Bootsmaschinenfeldwebel oder

1 Unteroffizier           Bootsmaschinenunteroffizier

1 Unteroffizier           Bootssteuermannunteroffizier

1 Hauptgefreiter         Bootsmaschinist und Elektromechaniker

2 Soldaten                  Flusspionier

1 Soldat                      Flusspionier und Sprechfunker

1 Soldat                      Bootsmaschinist

1 Soldat                      Flusspionier und Feldkoch