Das Uffz-Clubheim

Die Klubraum-Ordnung

Noch vor dem Umzug in die neue Kaserne nach Neuwied machte sich das Unteroffizierskorps unter Führung des Kompaniefeldwebels, Hubert BRAUN, Gedanken über ein eigenes, individuelles Heim für die zahlreichen Unteroffiziere der Kompanie. Es sollte keine Bierbude oder Keller-Bar werden, sondern ein repräsentativer Raum, in dem man sich nach Dienstschluss in gepflegter Atmosphäre treffen konnte. Dieses Unternehmen wurde von dem damaligen Kompaniechef, Major Peter BETZING, wohlwollend unterstützt. Nach Einzug in die General-Henke-Kaserne im Oktober 1968 wurde mit der Verwirklichung dieses ehrgeizigen Planes begonnen. Die Unteroffiziere haben die handwerklichen Arbeiten selbst durchgeführt und dabei für die Sachleistungen über 5.000 Deutsche Mark aufgebracht. Im Januar 1970 konnte das wohlgelungene "Clubheim" eröffnet werden und es wurde schnell zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens des Unteroffizierkorps. Jeden Donnerstagabend wurde ein "Clubheim-Abend" mit den angetrauten Damen und Gästen veranstaltet. Viele Freunde aus Neuwied, aber auch Damen und Herren des öffentlichen Lebens waren bei den "Flupis" im Clubheim zu Gast und genossen einen exzellenten Service in angenehmer Gesellschaft zu günstigen Preisen. 

Als verantwortlicher "Clubheim-Meister" (Geschäftsführer) hatte sich Lutz KNAUST ehrenamtlich zur Verfügung gestellt, der in den schwierigen Anfangsjahren "sein" Clubheim vortrefflich leitete. Mit großem Engagement wurde die Service-Organisation von jungen Unteroffizierskameraden, jeweils in ihrer Freizeit, professionell sichergestellt. 

Das Clubheim wurde entsprechend den geltenden  Verwaltungsbestimmungen betrieben. 

Im Laufe der Jahre, zuletzt im Jahre 1985, wurde das Clubheim mehrmals in Eigenleistung renoviert und umgestaltet. Es diente danach zusätzlich als Tagungs-/ Versammlungsraum und wurde auch tagsüber für die Dienstpausen geöffnet. 

Bis zur Auflösung der Flusspionierkompanie 850 hatten folgende Kameraden das verantwortungsvolle Ehrenamt des Clubheim-Meisters übernommen und in lobenswerterweise geführt:  

  • Oberfeldwebel Jibben GROßMANN 
  • Hauptfeldwebel Wolfgang (Max) GRUB. 

Die oben abgebildete Clubheim-Ordnung (verkleinert) wurde Ende 1969 verfasst. Den guten, freundschaftlichen Beziehungen zum Benediktinerorden im Kloster "Maria Laach", - die bei einer Wegebau-Ausbildung der Kompanie am Seeufer im Jahre 1968 entstanden sind -, ist die dort aufwändig gestaltete Anfertigung der Urkunde zu verdanken. Dieses "Reglement" wurde nach der Auflösung der Flusspioniere von unserem Kameraden Horst KÖHLER sorgsam aufbewahrt und im Jahre 2006 an das Stadtarchiv Neuwied, zur Vervollständigung der dort bereits vorhanden Gegenstände übergeben.

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Das stets aufmerksame Servicepersonal: Jibben, Joachim, Manfred, Rudi