Die Waffenfarbe der Pioniertruppe

Kragenspiegel mit (Offiziers-) Paspelierung

1788 kam für die Ingenieure die Waffenfarbe schwarz auf, sichtbar an Kragen, Rockklappen, Ärmelaufschlägen und im Unterfutter.
1798 erhielt das preußische Pontonierkorps schwarze Kragen sowie schwarze Rock- und Ärmelaufschläge. Gleiches galt für die preußischen Mineure.
Mit Bildung des ersten Pionierkorps 1810 unterlag unter anderem auch die Uniformierung einer einheitlichen Regelung innerhalb der preußischen Armee.
Der dunkelblaue Rock hatte einen sehr hohen schwarzen Kragen, schwarze, sogenannte schwedische Aufschläge und schwarze Achselklappen.

In der Reichswehr wurden dann zum ersten Mal einheitliche Uniformen für alle Waffengattungen eingeführt: Feldgrauer Rock und steingraue Hose; feldgraue Schulterklappen mit Vorstoß (oberer Rand des Ärmelaufschlags) und Nummer in der Waffenfarbe schwarz. Als gemeinsames Abzeichen des Reichsheeres befand sich auf beiden Seiten des Kragens je eine Doppellitze mit Spiegel in der jeweiligen Waffenfarbe – schwarz für die Pioniere!

Das System der Waffenfarben wurde von der Wehrmacht übernommen.

Bei der Aufstellung der Pioniertruppe 1955 trugen die Soldaten ein Emblem mit Buche und Eichenlaub auf dem Revers der Dienstjacke, das unserem heutigen Barettemblem weitestgehend entspricht. Kurz danach wurden für Ausgeh- und Dienstjacke die schwarzen Kragenspiegel eingeführt, auf die wir Pioniere heute, wie andere Truppengattungen auf ihre Waffenfarbe, besonderen Wert legen.

Zum Text: Den Ehrenkragen der Armee