Blaumann

Der Soldat im Blaumann

Die Flusspionierkompanien verfügten über zahlreiche Fahrzeuge von unterschiedlichster Konstruktion und Gewichtsklassen sowie verschiedene Bootstypen. Viele Waffen, Funkgeräte, Stromerzeuger usw. standen im täglichen Einsatz. 

Diese und viele andere Geräte waren deshalb ständig „einsatzbereit“ zu halten. Dazu verfügten die Flusspioniere über moderne, motorisierte und „feldmäßige“ (=bewegliche) einsetzbare Instandsetzungseinrichtungen mit umfangreicher, leistungsfähiger Ausstattung.

Im Vergleich zur „zivilen Werkstatt“ war es unbedingt notwendig, zu jeder Tag- und Nachtzeit, bei jeder Witterung und oft unter sehr harten Bedingungen das beschädigte Gerät wieder „feldbrauchbar“ zu machen.

Das Handwerkszeug

Die Kameraden Proft, Paffrath und Müller Jochen an der BMK-20 in Baumholder

... der Instandsetzer reichte vom Gabelschlüssel, Wagenheber, Schweißgerät, mechanischen, elektrischen, optischen Geräten bis hin zu komplizierten Mess- und Prüfgeräten. Maler- Schreiner-, Sattler- und Elektrowerkzeuge waren ebenso vertreten wie Feinmechaniker- und Kunststoffbearbeitungswerkzeuge sowie Batterieladegeräte, Hebezuggeräte und Kranfahrzeuge. Die in der Instandsetzung eingesetzten Soldaten hatten ein sehr breites Spektrum an Gerät zu betreuen bzw. zu beherrschen. 

Das reichte von der Pistole bis zur Bordmaschinenkanone, vom Motorrad bis zum geländegängigen Lastkraftwagen, vom Feldfernsprecher bis zum hochsensiblen Radargerät, vom Sturmboot bis zum Flussschlepper.

Den hohen Grad der materiellen Einsatzbereitschaft garantierten die  Soldaten im Blaumann täglich in Werkstatt, Feld und auf Gewässern. Deshalb waren technisches Geschick Improvisationstalent, Fleiß, körperliche Belastbarkeit und der ständige Wille zum Helfen wichtige Eigenschaften, der in der Instandsetzung eingesetzten Soldaten.